Hitzetipps
Nachrichtenportale bebildern ihre Artikel über eine tödliche Hitzewelle noch immer mit lachenden Menschen, die im Wasser planschen. Jetzt konnte man in Berlin sogar im Wasserwerferwasser planschen. Ich sehe direkt Stuttgart21.
Man kann kaum einen Audiobeitrag hören, ohne Hitzetipps. Hitzetipps von Moderator*innen, Hitzetipps von Expert*innen, Hitzetipps von Passant*innen.
Auch ich musste dieses Jahr mit nem Mikro durch die Straßen laufen und Berliner*innen nach ihren persönlichen Hitzetipps fragen. Schwitzend, in der prallen Sonne.
Hier meine kleine Liste mit Hitzetipps, die ich in den letzten Tagen aufgeschnappt habe. Allerdings nicht bei besagter O-Ton-Sammelaktion.
- Klimaziele einhalten statt aufweichen.
- Was man jetzt direkt und akut machen kann: Nicht Energiesparvorgaben für Unternehmen aufweichen usw.
- öffentlich zugängliche kühle Orte schaffen und über diese informieren.
- Krankenhäuser, Ärztehäuser, Pflegeheime, Kindergärten, Schulen, Busse und Bahnen, jegliche öffentliche Gebäude klimatisieren. Am besten schon beim Neubau planen, Fernkälte heizt die Umgebung nämlich nicht so auf, wie Klimaanlagen.
- Bäume pflanzen, ganz viele. Auf keinen Fall alte Bäume fällen, die machen ihre Arbeit nämlich besser als junge Bäume.
- Nicht alles zubetonieren, sondern zubegrünen.
Achso, es geht darum, was wir persönlich machen können?
- Kein Auto besitzen. Period. Sie machen alles schlimmer, mit Abgasen und Wärme speichern.
- Viel trinken. Elektrolyte nicht vergessen (Pommes gehen).
- Wohnung abdunkeln und abschotten. Kein Durchzug bei 42 Grad, auch, wenn man Deutsch ist.
- Wenn man hat, Balkon und Fensterbänke bepflanzen.
- Weniger Fleisch- und Kleidungskonsum. Aber nicht, wenn du dann keine angemessene Kleidung für 40 Grad hast und deswegen umkippst.
- Ventilatoren und Klimaanlagen anschaffen ist auch besser als Hitzschlag.
#klima #thoughts