mausblond

Beiträge mit dem Hashtag: #film
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Eintrag vom 20.07.2026 20:27

Dirty Dancing, der feministische Film

Weiter gehts mit der Krankheits-Unterhaltung. In der Arte-Mediathek gibt es gerade eine Doku namens "Dirty Dancing": Romantik, Drama, Tanz!". Darin erzählen die Producerin Linda Gottlieb und die Drehbuchautorin Eleanor Bergstein von der Entstehung des Films. Bergsteins eigene Erlebnisse als junge, jüdische New Yorkerin der Upper Class in einem Ferienressort in den Catskill Mountains sind in den Film eingeflossen. Die Doku war mega unterhaltsam. Ich habe Dirty Dancing vorher schon als feministischen Abtreibungs-Film wahrgenommen, aber wie sehr das alles Absicht war, war mir gar nicht klar. Der Film wurde von über 40 Filmstudios abgesagt: "Den Subtext haben sie bestimmt nicht kapiert, sonst hätten sie erst recht abgelehnt" sagt Bergstein dazu. "Eine Romanze, in der eine junge Frau ihre Sexualität entdeckt, während eine andere sich zur Abtreibung entschließt, spricht in Hollywood niemanden an", heißt es in der Doku. Bergstein berät heute Studierende, wie sie am besten ihre subversiven Themen in Drehbüchern durchbekommen, ohne, dass sie gestrichen werden. Eine Anekdote, die bei mir hängen blieb: Für die Szene nach Pennys Abtreibung musste Bergstein die Schauspielerin wohl dreimal zurück in die Maske schicken, weil sie zu gut aussah. Bergstein musste der Maskenbildnerin erklären: "Sie hat eine illegale Abtreibung hinter sich, sie verblutet und stirbt!". Über Pennys Rolle im Film heißt es, sie sollte "wie eine Prinzessin aus der Arbeiterklasse" aussehen. Die Drehbuchautorin bekam wohl auch zu hören, dass Thema Abtreibung sei im Jahr 1987 sowieso nicht mehr aktuell, weil seit 14 Jahren legalisiert. Daher auch kein spannendes Material für einen Film. "Aber ich fand, man weiß nie". Well. #doku #film
Eintrag vom 09.07.2026 22:02
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Rosalie

Heute habe ich "Rosalie" (2023) in der Arte-Mediathek geschaut. Die Taz nennt den Film ein feministisches Historiendrama, das sehe ich auch so. Also voll mein Jam. Die junge, schöne Rosalie lebt um 1870 irgendwo auf dem Land in Frankreich. Sie ist sehr behaart und hat einen Bart, den sie zunächst rasiert. Doch sie wird selbstbewusster, rasiert sich nicht mehr und verdient Geld mit ihrem Aussehen. Dafür bekommt sie zunächst positive Resonanz. Das kippt aber schnell wegen ihres selbstbewussten Auftretens, was ja an keiner Frau gerne gesehen wird. Bei den Kostümen wurde alles richtig gemacht. Zeitgemäß für die 1870er. Rosalie ist geschmackvoll gekleidet, sticht damit heraus in dem kleinen Dorf. Das ist harte Arbeit: Man sieht sie abends ihre Kleider nähen. Sie zuppelt sich öfters in den Haaren herum, als Haarschmuck trägt sie dezente Blumen. Diese Frau trägt einen Bart, aber ihr Haar ist immer hochgesteckt, wie es sich für eine Frau ihrer Zeit gehört. Sie macht so einiges, was sich nicht schickt, aber da zieht sie die Grenze. Offene Haare sieht man in diesem Film keine. I love it. #film
Eintrag vom 09.07.2026 14:30
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Everything Everywhere All at Once

Ich habe mit Aran "Everything Everywhere All at Once" (2022) geschaut. Ich wollte den Film mögen. Die chinesisch-amerikanische Familie, um die es geht, gibt auch wirklich viel guten Stoff. Die Mutter-Tochter-Beziehung. Aber ich mag Sci-Fi einfach nicht und noch weniger mag ich Action-Filme. Zeitsprünge, Randomness, sehr viel Gekämpfe und Gefuchtel, alles sehr bunt und sehr viel. Und ich weiß wirklich nicht, warum dieser Film so viel Action haben musste, mir war es jedenfalls zu viel. Ich kann einfach nicht aufmerksam bleiben, wenn wild gefuchtelt und gesprungen wird. Es langweilt mich sofort und ich lasse mich ablenken. Ich habe dabei wahrscheinlich viele gute Dinge verpasst. Es ist bestimmt ein guter Film, aber nicht für mich. #film
Eintrag vom 02.07.2026 22:13
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The Ugly Stepsister

Wir haben "The Ugly Stepsister" (2025) aus der Bibliothek ausgeliehen, ein international-norwegischer Body-Horror-Film, der lose an das Märchen Aschenputtel angelehnt ist. Ein Film, dem die Gewalt tatsächlich gut tut - die Erzählung ist ansonsten eher platt. Ich bin nicht empfindlich was Horrorfilme angeht, aber hier wurde mir schlecht. Bei einem Film, der im Grunde Schönheitsideale für Frauen satirisch mit einer Body-Horror-Szene nach der anderen zuspitzt, finde ich das eigentlich ein gutes Statement. Braucht es mehr Filme, die die Brutalität und Absurdität von Diet Culture und Schönheits-OPs thematisieren? Wahrscheinlich schon. Der Film sagt: Der Prinz ist am Ende eh ein Arsch und schöner als die natürlich Schönen wird man eh nicht. Huh. Ein persönliches Minus: Ich hatte ein Period Drama erwartet, es war aber ein uninformiertes Kostümdrama. Ich hasse es, wenn Moden aus komplett unterschiedlichen Dekaden durcheinandergeworfen werden. #film