Rosalie
Heute habe ich "Rosalie" (2023) in der Arte-Mediathek geschaut. Die Taz nennt den Film ein feministisches Historiendrama, das sehe ich auch so. Also voll mein Jam.
Die junge, schöne Rosalie lebt um 1870 irgendwo auf dem Land in Frankreich. Sie ist sehr behaart und hat einen Bart, den sie zunächst rasiert. Doch sie wird selbstbewusster, rasiert sich nicht mehr und verdient Geld mit ihrem Aussehen. Dafür bekommt sie zunächst positive Resonanz. Das kippt aber schnell wegen ihres selbstbewussten Auftretens, was ja an keiner Frau gerne gesehen wird.
Bei den Kostümen wurde alles richtig gemacht. Zeitgemäß für die 1870er. Rosalie ist geschmackvoll gekleidet, sticht damit heraus in dem kleinen Dorf. Das ist harte Arbeit: Man sieht sie abends ihre Kleider nähen. Sie zuppelt sich öfters in den Haaren herum, als Haarschmuck trägt sie dezente Blumen. Diese Frau trägt einen Bart, aber ihr Haar ist immer hochgesteckt, wie es sich für eine Frau ihrer Zeit gehört. Sie macht so einiges, was sich nicht schickt, aber da zieht sie die Grenze. Offene Haare sieht man in diesem Film keine. I love it.
#film