mausblond

Eintrag vom 23.07.2026 22:30
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#streetshot
Eintrag vom 22.07.2026 12:21
creepy kleinanzeigen #creepy
Eintrag vom 20.07.2026 20:27

Dirty Dancing, der feministische Film

Weiter gehts mit der Krankheits-Unterhaltung. In der Arte-Mediathek gibt es gerade eine Doku namens "Dirty Dancing": Romantik, Drama, Tanz!". Darin erzählen die Producerin Linda Gottlieb und die Drehbuchautorin Eleanor Bergstein von der Entstehung des Films. Bergsteins eigene Erlebnisse als junge, jüdische New Yorkerin der Upper Class in einem Ferienressort in den Catskill Mountains sind in den Film eingeflossen. Die Doku war mega unterhaltsam. Ich habe Dirty Dancing vorher schon als feministischen Abtreibungs-Film wahrgenommen, aber wie sehr das alles Absicht war, war mir gar nicht klar. Der Film wurde von über 40 Filmstudios abgesagt: "Den Subtext haben sie bestimmt nicht kapiert, sonst hätten sie erst recht abgelehnt" sagt Bergstein dazu. "Eine Romanze, in der eine junge Frau ihre Sexualität entdeckt, während eine andere sich zur Abtreibung entschließt, spricht in Hollywood niemanden an", heißt es in der Doku. Bergstein berät heute Studierende, wie sie am besten ihre subversiven Themen in Drehbüchern durchbekommen, ohne, dass sie gestrichen werden. Eine Anekdote, die bei mir hängen blieb: Für die Szene nach Pennys Abtreibung musste Bergstein die Schauspielerin wohl dreimal zurück in die Maske schicken, weil sie zu gut aussah. Bergstein musste der Maskenbildnerin erklären: "Sie hat eine illegale Abtreibung hinter sich, sie verblutet und stirbt!". Über Pennys Rolle im Film heißt es, sie sollte "wie eine Prinzessin aus der Arbeiterklasse" aussehen. Die Drehbuchautorin bekam wohl auch zu hören, dass Thema Abtreibung sei im Jahr 1987 sowieso nicht mehr aktuell, weil seit 14 Jahren legalisiert. Daher auch kein spannendes Material für einen Film. "Aber ich fand, man weiß nie". Well. #doku #film
Eintrag vom 17.07.2026 23:44
Bin immer noch krank. Heute sogar noch kränker als die Tage davor. Immerhin war ich heute Nachmittag fit genug um YouTube-Videos zu schauen. Ich habe mich in eine Bubble von Creatorinnen aus Hanoi fallen lassen. Junge, allein lebende Frauen mit sehr wenig Geld, aber guten Smartphone-Kameras, die ihren Alltag in Vietnam für Menschen filmen, die nicht in Vietnam leben. Ich mag dieses YouTube-Genre allgemein, also: Vlogs von jungen Frauen in Großstädten irgendwo auf der Welt. So kann ich erfahren, dass man auch in einem sehr kleinen Zimmer in Hanoi mit zwei Katzen wohnen und soziale Ängste haben kann. Für viele sind die Videos ein Versuch, eine weitere Einkommensquelle zu finden. Finde ich vollkommen okay. Die Frauen zeigen ihre Alltagsroutinen, gehen einkaufen, kochen, zur Arbeit. Sie lernen für die Uni, leiden unter der Hitze, lauschen dem Regen. Gehen in Parks, holen sich Bánh Tráng Nướng (Gegrilltes Reispapier mit Toppings) oder Cháo Bồi (Meeresfrüchte Porridge) von Straßenverkäufer*innen und fahren mit dem Moped durch die Stadt. Es ist alles sehr anders, aber auch sehr vertraut. Bei allem, was sie kaufen, wird der Preis genannt, immer mit der Umrechnung in Dollar, oft auch in Euro. Die meisten Creatorinnen nutzen KI-Übersetzungen und KI-Synchros für Skripte, die sie auf Vietnamesisch geschrieben haben (nehme ich an). Bisschen unangenehm, aber dann doch auch cool, so Einblicke in Perspektiven von Menschen zu bekommen, die vorher nicht möglich gewesen wären. Der Inhalt ist ja nicht KI. Ich habe aber auch Videos einer Creatorin geschaut, die selbst übersetzt und eingesprochen hat. #YouTube
Eintrag vom 15.07.2026 22:56

The Amazing Digital Circus 🎪

Aran und ich sind beide krank und husten um die Wette. Ich kann nicht mal lange aufrecht sitzen, ohne Kopfschmerzen zu bekommen. Der perfekte Zeitpunkt, um gemeinsam eine Serie zu schauen. Daher haben wir alle Folgen von The Amazing Digital Circus am Stück auf YouTube geschaut. Na gut, eine Folge haben wir gestern schon angefangen, da hatte ich aber noch mehr Kopfschmerzen und diese Serie sieht zu sehr aus, als hätte sie meine Migräne in Form eines Fiebertraums fabriziert, nach zu viel Super Mario 64 spielen. Jedenfalls gibts ne Menge Referenzen. Der Humor ist komplett auf videospielende, nerdige Millenials ausgerichtet. Mich holt das Zirkus-Thema ästhetisch natürlich total ab. Die Migräne-Assoziation meine ich aber ernst, es fühlte sich die ganze Zeit wie ein Spiel mit dem Feuer an, diese Serie zu schauen. Wie Salami essen oder an frisch gemähtem Gras riechen. Trotzdem war die Serie es aber anscheinend wert, durchzuhalten, lol. Wenn ich cosplayen würde, würde ich Pomni cosplayen. Das Main Theme wird außerdem noch eine Weile rent free in meinem Kopf leben.
Eingebettetes Bild
(Bild Credits: Pomni von a-bugs-world) #serie
Eintrag vom 12.07.2026 22:12

Berlin Brettspiel Con 2026

Es ist jedes Jahr wieder so unglaublich angenehm, auf der Berlin Brettspiel Con zu sein. Diese Masse an sichtbar nerdigen Menschen, die einem nerdigen, sozialen, analogen Wohlfühl-Interesse nachgehen, tut jedes Mal gut. Social Media Antidote, oder so. Aran und ich hatten zum ersten Mal Badges, das heißt, wir waren nicht nur am Samstag und Sonntag auf der Con, sondern auch am Freitagabend zur Game Night. Bei unserem ersten Besuch auf der Berlin Con, 2023, hatte ich Sorge, dass einen ganzen Tag lang Brettspiele lernen und spielen zu anstrengend sein könnte und dass ich schnell überreizt sein würde. Tatsächlich ist es mit Noise Cancelling Kopfhörern, Spaßgetränken, viel Essen im Rucksack und einen strategisch ausgesuchten, ruhigen Sitzplatz gut aushaltbar. Die freie Spielefläche ist klimatisiert, also viel angenehmer als das Berlin außerhalb der Con bei 28 Grad. Im ersten Jahr waren wir zu zweit, mittlerweile haben wir schon mit einigen Friends und Bekannten auf der Berlin Con Brettspiele gespielt. Zusammen die Hallen exploren und den ganzen Tag gemeinsam spielen ist jedes Mal richtig schön. Ich bin auch jedes Jahr wieder begeistert davon, dass ein großer Teil der Berlin Con von Ehrenamtlichen organisiert wird. Die freie Spielfläche zum Beispiel, auf der man so viele Spiele ausleihen kann, wie man möchte, und auf der wir immer am meisten Zeit verbringen. Der Brettspiel-Flohmarkt, mit dem die Con mal begann, aber auch. Dieses Jahr war zum ersten Mal ein Awareness-Team unterwegs, das breit beworben wurde. Es gab FLINTA*-Spieleflächen und -Toiletten. Die FLINTAs-Tisch, eine feministische Brettspielgruppe, hatten auch letztes Jahr schon seinen sehr präsenten Spot für ihren Stand vor dem Eingang zur Freispielfläche. Diese Sichtbarkei finde ich echt gut. Tatsächlich hatte eine Person in unserer Gruppe schonmal eine unschöne Mansplaining-Situation auf der Con. Dieses Jahr haben wir diese Spiele gespielt: #brettspiele
Eintrag vom 09.07.2026 22:02
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Rosalie

Heute habe ich "Rosalie" (2023) in der Arte-Mediathek geschaut. Die Taz nennt den Film ein feministisches Historiendrama, das sehe ich auch so. Also voll mein Jam. Die junge, schöne Rosalie lebt um 1870 irgendwo auf dem Land in Frankreich. Sie ist sehr behaart und hat einen Bart, den sie zunächst rasiert. Doch sie wird selbstbewusster, rasiert sich nicht mehr und verdient Geld mit ihrem Aussehen. Dafür bekommt sie zunächst positive Resonanz. Das kippt aber schnell wegen ihres selbstbewussten Auftretens, was ja an keiner Frau gerne gesehen wird. Bei den Kostümen wurde alles richtig gemacht. Zeitgemäß für die 1870er. Rosalie ist geschmackvoll gekleidet, sticht damit heraus in dem kleinen Dorf. Das ist harte Arbeit: Man sieht sie abends ihre Kleider nähen. Sie zuppelt sich öfters in den Haaren herum, als Haarschmuck trägt sie dezente Blumen. Diese Frau trägt einen Bart, aber ihr Haar ist immer hochgesteckt, wie es sich für eine Frau ihrer Zeit gehört. Sie macht so einiges, was sich nicht schickt, aber da zieht sie die Grenze. Offene Haare sieht man in diesem Film keine. I love it. #film
Eintrag vom 09.07.2026 14:30
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Everything Everywhere All at Once

Ich habe mit Aran "Everything Everywhere All at Once" (2022) geschaut. Ich wollte den Film mögen. Die chinesisch-amerikanische Familie, um die es geht, gibt auch wirklich viel guten Stoff. Die Mutter-Tochter-Beziehung. Aber ich mag Sci-Fi einfach nicht und noch weniger mag ich Action-Filme. Zeitsprünge, Randomness, sehr viel Gekämpfe und Gefuchtel, alles sehr bunt und sehr viel. Und ich weiß wirklich nicht, warum dieser Film so viel Action haben musste, mir war es jedenfalls zu viel. Ich kann einfach nicht aufmerksam bleiben, wenn wild gefuchtelt und gesprungen wird. Es langweilt mich sofort und ich lasse mich ablenken. Ich habe dabei wahrscheinlich viele gute Dinge verpasst. Es ist bestimmt ein guter Film, aber nicht für mich. #film
Eintrag vom 08.07.2026 23:28
Ich habe mir angewöhnt, immer, wenn ich die Gelegenheit dazu habe, durch Buchläden und andere Geschäfte zu stöbern, in denen es Grußkarten gibt. Dort halte ich nach Karten Ausschau, die den Menschen in meinem Leben gefallen könnten. Dazu gibt es genug Gelegenheiten in Berlin, aber irgendwie hat es auch was, wenn ich woanders unterwegs bin. Ich war in München, London, Yorkshire unterwegs, habe das hier gesehen und an dich gedacht! Und dann wartet die Karte so lange in meiner Schublade, bis ein passender Anlass da ist. Geburtstage kommen ja immer wieder. Ich mag das. #random
Eintrag vom 06.07.2026 10:13
für loise und vincents hochzeitsfeier sind wir in den harz gefahren. C-Bereich sozusagen #diary